Karlsruhe

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Samstag, 1. August 2020

Pop-Up Radwege im August

An allen 5 Samstagen im August werden in Karlsruhe Pop-Up Radwege temporär installiert, um auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die auch unsere Stadt hätte, um mehr Platz für den Radverkehr zu schaffen. Heute war der Auftakt in der nördlichen Karlsstraße, die ja definitiv einiges an mehr Fahrradfreundlichkeit vertragen könnte. Nächste Woche am 8.8. ist die Fritz-Erler-Straße dran.
Auf Höhe der Einmündung der Erbprinzenstraße ging es los. Links gerade so außerhalb des Bildes müsst ihr euch den havarierten BMW vorstellen, dem vor Schreck wohl die Bremsen zugegangen sind. Komplette Verweigerung der Weiterfahrt!

Greenpeace, VCD, ADFC, Fridays for Future, Fossil Free und die Critical Mass stecken hinter den Aktionen (Ich habe mir mal erlaubt, jeweils die Internetseiten zu verlinken - unten aber auch noch einmal separat alle Links!). Die BNN haben im Vorfeld darüber berichtet und dabei in einem Absatz schön die Misere rund um die nördliche Karlsstraße zusammen gefasst. Zu ergänzen blieben nur noch die Drängeleien und gefährdenden Überholmanöver, die auch schon in dem Bereich beginnen, wo es noch einspurig ist.

Mehrere Familien, die mit Kindern im Anhänger oder Kindersitz vorbeiradelten, grüßten erfreut über die komfortable Radspur.

Ich bin gespannt, welche weiteren Straßen dann noch ausgewählt werden. Die Hans-Thoma-Straße ist wohl noch im Gespräch. Auf dem Heimweg heute dachte ich noch, dass auch die Kapellenstraße sich doch ganz gut eignen würde. Nehmt euch auf jeden Fall mal an einem der Wochenende die Zeit und fahrt dort vorbei - mit dem Rad natürlich (!) und genießt geschütztes Radeln auf breiten Fahrbahnen mit Asphaltqualität, die sonst nur der Autoverkehr spendiert bekommt.
Aktivisten von allen Gruppen waren vor Ort und standen als Ansprechpartner bereit.

Was mir noch aufgefallen ist in der Zeit, in der ich vor Ort war? Zum einen haben etliche Autofahrer offensichtlich erhebliche Probleme mit ihren Dickschiffen, wenn sie plötzlich nur eine Spur zur Verfügung haben. Im Schritttempo sind sie gefahren, um auf auf ihre Fahrbahn einzufädeln. Zum anderen schien es nicht nur für die Autofahrer anstregend, sondern auch für ein Auto eine traumatisierende Erfahrung zu sein, plötzlich mit einer Protected Bikelane (PBL) konfrontiert zu werden. Direkt vor dem Beginn der PBL verweigerte ein BMW komplett den Dienst und verweigerte die Durchfahrt. Als ich nach einer Stunde wieder nach Hause fuhr, stand er immer noch da. Inzwischen war die Polizei gekommen. Vielleicht sollte man beim Fahrer mal einen Intelligenztest machen. Auf die Idee, das Auto vielleicht einfach aus dem Weg zu schieben, ist er leider nicht gekommen!
Frau Etzold hat in ihrem Artikel zu den PBLs die Misere rund um die nördliche Karlstraße sehr gut und kompakt dargestellt. Quelle: BNN

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