Karlsruhe

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Montag, 15. April 2019

Mit dem Rad zur GUTEN Arbeit

Viele von euch kennen die Aktion 'Mit dem Rad zur Arbeit' oder kurz #MdRzA, die jedes Jahr unter anderem von der AOK veranstaltet wird. Im April wird die Critical Mass unter dem Motto 'Mit dem Rad zur GUTEN Arbeit' rollen. Es geht bei Betrieben vorbei, die ihre Mitarbeiter zu guten und fairen Bedingungen beschäftigen. Das bedeutet unter anderem Tariflöhne zu zahlen und auf Leiharbeit zu verzichten. In heutigen Zeiten durchaus nicht mehr selbstverständlich und für Arbeitnehmer ein wichtiger Punkt, der Sicherheit gibt.
Endgültig bestätigt ist die Tour so noch nicht, also wenn ihr unterwegs dazu stoßen wollt, vorher besser noch mal kontrollieren oder eben gleich von Beginn an mitradeln.

Donnerstag, 11. April 2019

Nebenwirkungen

Schon zwei Mal habe ich dieses Jahr über die neuen Regelungen zum Gehweg-Parken in Karlsruhe berichtet. Langsam aber sicher, merkt man die Auswirkungen, wie plötzlich konsequenter kontrolliert und damit weniger wild geparkt wird. Ich hoffe, dass das weiter durchgezogen wird und nach meinem Geschmack dürfen die Kontrollen durchaus noch etwas häufiger stattfinden.
Seit die Markierungen aufgemalt sind, stehen die Autos brav auf der Fahrbahn hier in der Gerwigstraße. Die Passage fährt sich seither deutlich entspannter.

Dienstag, 9. April 2019

Ein Pflichttermin!

Mit etwas gemischten Gefühlen schreibe ich diesen Post im Vorfeld der Germersheimer Spezialradmesse am 27. und 28. April, denn schon letztes Jahr war es dort so ungemein voll, dass es immer schwieriger wird, die ausgestellten Räder auch tatsächlich Probe zu fahren. So wird es vermutlich dieses Jahr noch ein bisschen mehr und womöglich habe ich dann auch dazu beigetragen. Aber ich springe über meinen egoistischen Schatten und werbe dennoch für einen Besuch in Germersheim.
Vermutlich wird es wie jedes Jahr noch ein bisschen voller werden, bei der inzwischen sehr etablierten Messe für die Fahrräder, die man sonst nicht unbedingt sieht. Für einen Überblick, was alles geboten wird, kann man ja auch mal in meinem Post vom vergangenen Jahr nachlesen: http://ka-radler.blogspot.com/2018/05/noch-ein-ruckblick-dieses-mal-auf-die.html

Dienstag, 2. April 2019

Fahrradmarkt in Ettlingen

Heute Morgen erfahre ich bei einem netten Gespräch in der Straßenbahn vom Fahrradmarkt 2019 der SPD in Ettlingen. Am kommenden Samstag, den 6.4. findet der statt und ist offensichtlich eine regelmäßige Veranstaltung. Gleich im Internet gesucht und da auch die entsprechenden Hinweise gefunden.
Eine gute Idee! Im Keller steht eigentlich auch bei mir noch was rum, was raus könnte...

Sonntag, 31. März 2019

Einmal alles kompakt zusammengefasst!

Nach Eintrag bei Wikipedia ist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) ein Verein zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Finanziert wird der Verein zum größten Teil (54%) durch die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Diese ist wiederum (Quelle: Wikipedia) der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen. Immerhin 27% der Finanzierung kommt vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) also aus dem Haus von Herrn Andreas Scheuer. Das erklärt vielleicht den einen oder anderen Punkt, über den ich hier berichte.
Das passt doch nicht wirklich zusammen, oder? So sieht der Twitter-Account des DVR aus mit grüner Fahrradampel und Hinweis auf Vision Zero Kampagne. Wer es mit der Vision Null Verkehrstote ernst meint, sollte nicht Pseudo-Kampagnen für Helmtragen unterstützen, sondern echte Maßnahmen für Sicherheit im Straßenverkehr und die fangen bei den Verursachern an, nicht bei den Opfern.

Mittwoch, 20. März 2019

Geburtstags-CM im März

Diesen Monat wird die Critical Mass 4 Jahre alt und die bisherige Bilanz liest sich nicht so schlecht. Bei insgesamt 48 durchgeführten Touren sind inzwischen über 5000 Teilnehmer gezählt worden. Allein im vergangenen Jahr waren es über 2000. Und so soll es auch im 5. Jahr weitergehen, dass wir jeden Monat durch Karlsruhe rollen und dabei hoffentlich auch immer weiter steigende Teilnehmerzahlen feststellen können.
Die Strecke für März 2019, ca. 9 km.

Sonntag, 17. März 2019

#sevendayschallenge

Neben dem Blog bewege ich mich digital ja auch noch ein bisschen auf Twitter. Dort scheint ein beliebtes Spiel zu sein eine sogenannte #sevendayschallenge zu starten. An einen Twitter-Benutzer wird die Aufgabe gestellt an 7 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Aufgabe zu erfüllen und darüber einen Tweet abzusetzen. Anschließend oder währenddessen wird die gleiche Aufgabe schon an den nächsten delegiert und man erhofft sich eine Kettenreaktion. Ich selbst habe da schon mal mitgemacht und 7 Schwarzweiß-Fotos veröffentlicht. Jetzt starte ich selbst eine #sevendayschallenge!
So sieht es auf der Internetseite von KA-Feedback aus.

Mittwoch, 13. März 2019

Cyclists for Future!

In den letzten Wochen haben die Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen von Fridays for Future regelmäßig für mehr Klimaschutz demonstrieren, viel Aufmerksamkeit bekommen und das völlig zu Recht, wie ich meine. Das Thema Radverkehr zur Reduzierung insbesondere des MIV geht im Grunde ja auch in die Richtung, dass nicht nur Feinstaub- und NOx-Belastung reduziert werden sollen, sondern eben auch Verbrennung von Kraftstoffen und damit CO2 Emissionen. Somit ist das ja dann auch nur ein bisschen Off-Topic, wenn ich das Thema hier aufgreife.
Fridays for Future am 15.3. 11h auf dem Marktplatz - hoffen wir, dass das Wetter noch etwas Picknick-kompatibler wird bis dahin.

Montag, 18. Februar 2019

Frühlingswetter für die Februar-CM

Eigentlich sollte der Februar einer der kältesten Monate des Jahres sein und wird auch zu den sibirischen Wochen gezählt, wenn ich das richtig verstanden habe. Letztes Jahr hat das auch zugetroffen und wir haben beim Radeln ganz schön gefroren. Dieses Jahr verspricht der 22. Februar aber tagsüber bis zu 12°C (von wegen es gibt keinen Klimawandel!) und strahlenden Sonnenschein. Das könnte durchaus helfen, um schon so früh im Jahr viele zu motivieren mitzuradeln und ein eindrucksvolle Critical Mass Karlsruhe zu bilden.
Ds ist die geplante Tour für den kommenden Freitag - einfach um 18h am Kronenplatz einfinden und durch die Stadt radeln.

Montag, 11. Februar 2019

Es ist zwar noch etwas hin bis zu den Kommunalwahlen, aber...

Im Mai stehen die Kommunalwahlen an und damit dürfen wir auch den Karlsruher Gemeinderat neu wählen. Wer hier noch an der Meinungsbildung ist, wen man denn wählen soll, insbesondere wenn man möchte, dass die Stadt modern, vorwärtsgewandt und lebenswert sein soll, bekommt jetzt schon ein paar erste Entscheidungshilfen geliefert.
So wird das nichts mit den Änderungen, die unsere Gesellschaft, die unsere Städte brauchen. Screenshot von C. Lindners Facebook-Seite

Samstag, 2. Februar 2019

Stillstand oder gar Rückschritt in Karlsruhe

Jetzt schien Karlsruhe beim Radverkehr doch auf einem derart guten Weg. Der für 2015 angepeilte Radanteil beim Modal Split von 25% wurde schon 3 Jahre früher erreicht. Der Anteil des Autoverkehrs war von 44 auf 34% gesunken, was mit dazu beigetragen haben dürfte, dass Karlsruhe die Grenzwerte für Stickoxide zwar nur knapp einhält, aber eben einhält. Aber die Frage ist, was ist seit 2012 passiert, in immerhin über 6 Jahren?
So sehen die Zahlen aus, die vom Land für 2017 ermittelt wurden. Ist womöglich der Radanteil wirklich zurück gegangen. Das wäre fatal und würde nach der Graphik bedeuten, dass der Autoanteil von 34 wieder auf 38% gestiegen wäre.

Sonntag, 27. Januar 2019

Nicht wirklich auf der Höhe der Zeit

Im Grunde ändert sich ja seit Jahren fast täglich etwas an unserer Infrastruktur in Karlsruhe. Durch die schrittweise Aufhebung der Baustelle am Durlacher Tor aber dort in etwas verdichteter Form. Aber nicht nur bei mit der Kombilösung in Verbindung stehenden Baumaßnahmen, sondern auch bei ganz 'normalen' Veränderungen - und nicht immer ist das Ergebnis wirklich berauschend, vor allem in Bezug auf die Eignung für den Radverkehr. Beim gemütlichen Beisammensein im Anschluss an die CM am Freitag Abend bin ich noch zu den folgenden Punkten angestupst worden.
Hier haben die Autos zwar regelmäßig Rot, aber warten müssen die nur einmal, bis die Bahn durch ist. Dann geht es weiter. Da wo es dann für uns über die Straße geht, muss in dem Fall fast immer zwei Mal gewartet werden. Ob das später weniger wird, wenn es durch den Tunnel geht? Falls ja, heißt es aber noch eine ganze Weile warten.

Dienstag, 22. Januar 2019

Gehwegparken in Karlsruhe, die 2.

Der letzte Post zum Thema ist noch nicht einmal 2 Wochen alt, und auch im letzten Jahr hatte ich auch schon darüber geschrieben, dass Karlsruhe vom Regierungspräsidium und Verkehrsministerium verpflichtet wurde, die geduldete Praxis des illegalen Gehwegparkens zu beenden und damit die StVO in der Stadt durchzusetzen. Am 14. Januar wurde dann das Verfahren 'scharf' gestellt, um mit gezielten und breit aufgestellten Kontrollen, das auch durchzusetzen. Und prompt gehen die Tiraden gegen diese Regelung los.
Es ist wirklich erschreckend, dass in Karlsruhe Bürger gezwungen werden, ihr Auto auf dem Gehweg zu parken! Schändlich!

Sonntag, 20. Januar 2019

CM-Start ins neue Jahr!

Im Dezember hat es tatsächlich noch geklappt und die Karlsruher CM konnte die Gesamtteilnehmerzahl von 2000 für das vergangene Jahr knacken. 90 Radlerinnen und Radler hatten sich nochmals auf die monatliche Runde begeben und damit den Jahresrekord auf 2035 hochgeschraubt. Im Vergleich zu den 1276, die wir im Jahr davor gezählt haben, eine stattliche Steigerung um 59%! Herausforderung und Ansporn zugleich für das Jahr 2019 und am kommenden Freitag, den 25. Januar geht es also wieder los. Mal wieder um 18h, mal wieder am Kronenplatz geht es los.
Wir bleiben mal wieder Innenstadt-nah, was hoffentlich viel Publikum bringt. Zudem geht es über die neue Fahrradstraße an der Uni vorbei und zwischendurch am Marktplatz vorbei (leider ohne die geplante Umrundung der Pyramide), wo wir dann zum Ende hin wieder landen werden.

Samstag, 19. Januar 2019

Tempolimit auf Autobahnen

Jetzt hat das nur bedingt mit Radfahren zu tun, aber Reduzierung von Treibhausgasen ist ja durchaus auch auf Autobahnen von einem gewissen Vorteil. So war es interessant diese Woche zu lesen, dass ausgerechnet eine vom BMVI eingesetzte Arbeitsgruppe, neben Steuererhöhungen auf Treibstoffe auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen vorgeschlagen hat. Dem CSU-Minister Andreas Scheuer muss echt der Schrecken in die Glieder gefahren sein, als er von den Vorschlägen gehört hat und er hat dann ja auch gleich mächtig gegengerudert.

Spiegel Online (eine Seite, die ich durchaus gerne und häufig lese) hat dann ein etwas älteres Video wieder direkt damit verbunden, in dem ein Mitarbeiter des Resorts Mobilität ein paar Weisheiten bereithält, was denn ein Tempolimit bringen kann in Bezug auf Reduzierung der CO2 Emissionen und auch hinsichtlich Verkehrssicherheit. Die Art und Weise der Präsentation der Ergebnisse und deren Interpretation lassen aber eher den Verdacht zu, dass der junge Mann auch in Zukunft eine Karriere bei der Autoindustrie plant oder so gebrainwasht ist, dass er nicht merkt, was für einen Nonsens er hier verzapft.

Ich möchte die Zahlen, die er aufführt, mal wieder aufgreifen und umrechnen, um die Dimensionen, die dahinter stehen, etwas deutlicher zu machen. Ich weiße gleich darauf hin, dass ich da sicher ein paar vereinfachende Ansätze machen werde, die im Ergebnis zwar vielleicht keine 100% präzise Prognose geben, aber dennoch eine Größenordnung aufzeigen, die vermutlich nicht ganz falsch ist.

So heißt es, der Straßenverkehr sei für 12% der gesamten CO2 Emissionen verantwortlich und durch Tempo 120 könnten diese um 0,5% reduziert werden. Der Gesamt-Ausstoß an CO2 nach BDI betrug in 2017 904,7 Mio Tonnen. Ganz klar ist mir nicht, ob sich diese 0,5% Einsparung auf den Gesamt-CO2 Ausstoß oder nur auf den Verkehrsanteil beziehen. Selbst in letzterem Fall würde das auf ein Jahr gerechnet eine Einsparung von über 540.000 Tonnen CO2 bedeuten, die mit so wenig Aufwand und ohne wirkliche 'Belastung' für die Bevölkerung erreicht würden. Ebenfalls auf Zahlen des BDI beruhend würde das den kompletten Emissionen einer Stadt mit fast 60.000 Einwohnern entsprechen. Umgerechnet auf auf Benzin oder Diesel einer Menge von ca. 200-230 Mio Litern, was bei aktuellen Preisen an der Tankstelle zwischen 250 und 300 Mio Euro kosten würde. Wirklich nur eine Bagatelle!

Es mag sein, dass der CO2 Ausstoß auf Landstraße und innerorts höher ist. Das ist aber kein Argument die möglichen Einsparungen auf der Autobahn sausen zu lassen. Das ist wie zu akzeptieren, dass ein Kind sein Zimmer nicht aufräumen will, weil es bei den Geschwistern noch viel unordentlicher aussieht. Man kann das eine tun, ohne deswegen das andere zu lassen.

Richtig zynisch wird dieses Argument, wenn man dann auf die Auswirkungen bei der Sicherheit geht, weil ja 'nur' 13% der tötlichen Unfälle auf der Autobahn passieren. Das waren also in 2017 ca. 413 Tote von gesamt 3180 Opfern. Wobei ich hier auch die Schwerverletzten nicht übergehen möchte, die so gerne ignoriert werden und dabei häufig ein Leben lang unter den Folgen leiden. Für das vorvergangene Jahr wird hier die Gesamtzahl von 66513 aufgezählt, den Autobahnanteil veranschlage ich jetzt mal paritätisch mit 8646.

Es wird ja eingeräumt, dass in den knapp 30% der Autobahnen mit Tempolimit 26% weniger Unfälle passieren. Wieder sehr einfach gerechnet, würde das heißen, dass jedes Jahr mindestens 70 Menschen weniger sterben müssten, mindestens 1500 weniger würden schwer verletzt werden, wenn man sich endlich durchringen könnte, dass man in Deutschland nicht mehr unbegrenzt rasen darf. Wie wenig sind uns diese 70 getöteten und 1500 schwerverletzten Menschen wert, wenn man dafür nicht auf das Rasen verzichten kann.

Natürlich würden durch weniger Unfälle auch so viele Arbeitsplätze gefährdet, bei Rettungsdiensten, Krankenhäusern, Prothesen- und Rollstuhlherstellern bis zu den Bestattungsunternehmen. Nicht zu vergessen die Autohersteller selbst. Vermutlich deshalb bezeichnet Herr Scheuer diese Vorschläge als wirtschaftlich und sozial unverantwortlich. Schämen Sie sich, Herr Scheuer!

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-vorschlaege-laut-verkehrsministerium-nicht-zu-verantworten-a-1248809.html

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-und-co-regierungskommission-schlaegt-scharfe-massnahmen-vor-a-1248672.html

http://www.spiegel.de/video/geschwindigkeitsbegrenzung-auf-autobahnen-tempolimit-in-zahlen-video-99023675.html

Montag, 14. Januar 2019

Ein Dialog wäre schön!

Am 8. Januar veröffentlichte die BNN einen Artikel über die nun umgesetzte Regelung zum Gehwegparken in Karlruhe und verlinkte den auch auf Twitter. Die Antwort eines Lesers mit Adressierung an die Polizei Karlsruhe, dass alleine die konsequente Umsetzung vor dem Hellas Salute (das ist in der Nordstadt, die Situation dort kenne ich nicht persönlich) die halbe U-Strab hätte finanzieren können, wurde von deren Social Media Team aufgegriffen und ich vermute, dass man das angesichts der Rückmeldungen inzwischen etwas bereut.
Damit fing alles an...