Karlsruhe

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Dienstag, 9. August 2016

Garage fürs Rad #1 - Hoffnung

Wenn ich mit dem Fahrrad nach Hause komme, trage ich es durchs Treppenhaus in den Hof, um es dort abzuschließen und abzustellen. Dort ist es immerhin einigermaßen geschützt vor Vandalismus und Diebstahl, aber leider nicht vor Wind und Wetter, denn eine überdachte Abstellanlage gibt es nicht. Auch im Keller ist leider nicht genug Platz und mit in die Wohnung ist auch nicht wirklich eine realistische Alternative, wenn man im 3. OG wohnt und das Rad nach einer Regenfahrt so richtig triefnass ist und tropft. Leider ist die Anregung, im Hof einen überdachten Fahrradständer zu installieren nicht auf Gegenliebe gestoßen. Was also tun?
So steht es auf der Seite der Stadt Karlsruhe


Die Stadt Karlsruhe hat sich mit ihrem Vorhaben Fahrradstadt Nr. 1 zu werden in Süddeutschland einen 20 Punkteplan erstellt. In diesem Plan findet sich ein Abschnitt zur Möglichkeit im öffentlichen Straßenraum Fahrradabstellanlagen einzurichten, wenn man die Kosten selbst übernimmt. 
Schaut man dann in die Fortschreibung des 20 Punkteplans aus dem Jahr 2013, scheint es, als ob da einige der ursprünglich getroffenen Aussagen relativiert würden und zum Teil auch deutlich zurück gerudert wird, wenn jetzt davon die Rede ist, dass 'die Stadt diese Vorgehensweise in der Regel nicht befürwortet'.
 
Das der Text in der Fortschreibung des 20 Punkteplans aus dem Jahr 2013

Die Idee direkt vor dem Haus eine abschließbare und überdachte Abstellmöglichkeit für mein Rad zu haben, hat mich wirklich gereizt und so wollte ich die Probe auf's Exempel machen. Ich habe also an die Stadt geschrieben und nachgefragt, wie das funktioniert. Ob das überhaupt funktioniert? Wie ich es beantragen muss? Ob damit neben den Kosten für die Abstellanlage selbst und die Installation noch weitere finanzielle Belastungen auch mich zu kämen. 
In der Detaillierung dann auf Seite 21 sehe ich schon ein paar Widersprüche zu den vorherigen Formulierungen
Platz gäbe es genug in direkter Nähe, aber es ist ziemlich klar, dass für so eine Anlage Parkplätze für Autos geopfert werden müssen. Wird sich die Stadt wirklich dazu durchringen? Ich muss zugeben, dass ich mir auch Gedanken mache, wie so eine Anlage von den Autofahrern aufgenommen würde. 
 
So was wäre ja nett zu haben. Gut übrigens, dass er Helm trägt. Er könnte sich sonst am niedrigen Dach den Kopf stoßen.

Parallel habe ich im Internet recherchiert, was es denn hier so gibt auf dem Markt und mit welchen Ausgaben ich rechnen muss. Da gibt es schon ein paar Optionen, aber bei den 'Fertighaus-Lösungen' muss man schon mit mindestens 800-900 Euro pro Fahrradstellplatz rechnen. Vermutlich würde ich da vorher schon noch mal mit einem ortansässigen Schlosser reden, ob das nicht günstiger geht.

Vermutlich würde ich im Falle, dass es sich hier tatsächlich um eine realistische Option handelt, sowieso noch Mitstreiter suchen, damit es sich auch lohnen würde hier aktiv zu werden und möglichst die Investition für den Einzelnen überschaubar zu halten.

Aber jetzt muss ich erst mal schauen, welche Rückmeldung seitens der Stadtverwaltung zu meiner Anfrage kommt. Ihr werdet es erfahren...

Kommentare:

  1. Da bin ich echt mal gespannt, wann / ob ein Feedback von der Stadt kommt und ob es grundsätzlich möglich ist, Parkplätze für PKWs in überdachte Parkplätze für Fahrräder umzufunktionieren.

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    1. Ich auch! Ich bin ziemlich sicher, dass ein Feedback von der Stadt kommt. Die Mitarbeiter bei den Ämtern sind da sehr zuverlässig. Vielleicht dauert es manchmal etwas, aber eine Antwort kommt dann irgendwann.

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