Karlsruhe

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Sonntag, 21. August 2016

Garage fürs Rad #2 - Ernüchterung

Eigentlich sollte das eine längere Fortsetzungsgeschichte werden, womöglich wirklich mit dem glorreichen Ende, dann vor dem Haus im öffentlichen Raum eine eigene abschließbare Fahrradabstellanlage zu haben. Die erste Rückmeldung von der Stadt nimmt mir aber jetzt doch einiges an Hoffnung und bestätigt leider bereits geäußerte Zweifel an der Reichweite und Ernsthaftigkeit des Angebots und so wird es vielleicht doch nur eine Kurzserie.
Aus dem Antwortschreiben der Stadt Karlsruhe auf meine Anfrage

Zunächst als positive Meldung, dass mal wieder die bisherige Erfahrungen bestätigt wurden und innerhalb kurzer Zeit von den Mitarbeitern der Ämter in Karlsruhe eine ckmeldung kommt, die dann auch wieder freundlich ausfällt. Dabei liegt es in der Natur der Dinge, dass man nicht immer mit dem Inhalt einer Antwort zufrieden sein kann.
 
Ich wurde auch darauf hingewiesen, dass diese Angelegenheiten üblicherweise von einem anderen Amt und einem anderen Kollegen bearbeitet werden. Entsprechende Kontaktdaten habe ich gleich mitgeliefert bekommen, muss aber noch bis Ende August warten, bis derjenige aus seinem Urlaub zurück ist. Ich werde dann aber auf jeden Fall noch nachhaken, aber so wahnsinnig viel Hoffnung habe ich nicht mehr, da ich ja schon darauf hingewiesen wurde, dass die Stadt diese Möglichkeit eigentlich nicht mehr unterstützt.


Ich hatte schon begonnen mir Gedanken zu machen, wo denn ein geeigneter Platz für so eine Anlage wäre und wie sie aussehen könnte. Auf meiner Wunschliste standen Punkte wie räumliche Nähe, Schutz vor Wetter, Diebstahl und Vandalismus, einfacher Zugriff, am besten auch mit einem Anfahrschutz, um Beschädigungen durch ungeschickt einparkende Autofahrer zu vermeiden. Am besten dann als Gemeinschaftsprojekt mit glichst vielen Teilnehmern, die sich der Aktion anschließen würde, um eine Fahrradabstellanlage zu finanzieren.

Oft werden die Räder an solchen Stellen geparkt. Der Fahrtüchtigkeit offensichtlich nicht zuträglich.

Im Internet finden sich ja inzwischen genügend 'schlüsselfertige Lösungen' - entweder 'Einzelgaragen' oder größere Einheiten für mehrere Räder. Ganz billig sind diese Serienprodukte allerdings nicht, so dass ich sicherlich auch lokal bei einem Schlosser angefragt hätte, was es kostet, so etwas aus verzinktem Stahl zu fertigen und aufzustellen.

Jede Menge Parkplätze für Autos!







Mögliche Aufstellplätze gäbe es auch - allerdings würden die Parkfläche für Autos kosten. Wenn man sich aber überlegt, wie viel Raum parkenden Autos vorbehalten wird, wäre es sicher zu verschmerzen, wenn der eine oder andere Stellplatz wegfallen würde.

Der Hinweis, dass ich 'keine Garantie' auf einen eigenen Stellplatz hätte, selbst wenn ich das Ding selbst bezahlen würde, ist mir schon etwas aufgestoßen. Das würde heißen, dass es nur so gemeint war, dass man einen stinknormalen Fahrradständer selbst finanzieren und aufstellen soll, um den dann bei Ankunft voll belegt vorzufinden. Es war vielleicht nicht wirklich realistisch davon auszugehen, dass eine abschließbare 'Garage' glich wäre. Zugegebenermaßen habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass es problematisch ist, eine exklusiv nutzbare Unterstellmöglichkeit im öffentlichen Raum zu genehmigen. Man bekommt ja auch keinen reservierten Parkplatz für sein Auto. Aber gefallen hätte es mir schon.

Vielleicht muss ich jetzt doch umschwenken und nachfragen, was zu tun ist, dass durch die Stadt ein Fahrradständer installiert wird. Ich würde dann zwar vermutlich doch weiter mein Rad lieber in den Hof tragen, da es dort einfach sicherer vor fremdem Zugriff ist. Andererseits sind so viele Räder behelfsmäßig abgestellt, dass viele sicher eine brauchbare Einrichtung zum Abstellen und vernünftigen Sichern ihres Rads zu schätzen wüssten. 
In einem vernünftigen Fahrradständer wäre das Rad sicher besser abgestellt und das Risiko geringer die Hinterlassenschaft eines Hundes im Reifenprofil zu haben.

Zumindest eine weitere Fortsetzung der Geschichte ist also zu erwarten. Mal schauen, was noch dabei herauskommt. Vielleicht eine kleine Anleitung, wie ob und wie man die Stadt dazu bewegen kann, eine ausreichende Anzahl von Fahrradständern aufzustellen.

Kommentare:

  1. Zumindest dein Besuch dürfte sich freuen über die Bügel.

    In Dortmund gibt es Parkhäuschen im öffentlichen Raum seit Jahren.

    http://www.vcd-dortmund.de/cms/front_content.php?idcat=23

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    1. Dann seit ihr uns da auf jeden Fall voraus? Welche Position hat Dortmund beim Fahrradklimatest eingenommen?
      Ich habe über Twitter schon den Vorschlag bekommen, mir einen Anhänger zu kaufen, auf diesem die Fahrradgarage zu installieren und dann einfach das Teil alle 14 Tage umzustellen... ;)

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