Karlsruhe

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Dienstag, 1. Dezember 2020

Kleine Schritte können auch nach vorne bringen

In letzter Zeit bin ich immer wieder auf kleine Änderungen gestoßen, die zurzeit offensichtlich von der Stadt durchgeführt werden und die in Summe doch auch einen Unterschied machen - vor allem wenn man ja vielleicht darauf hoffen kann, dass das jetzt nicht nur eine kurze Phase ist, sondern mit langem Atem vorangetrieben wird.
Der Fahrradständer ist ganz neu und am Markttag gleich voll belegt. Ein anderes gutes Beispiel ist der Multi-Funktions-Fahrradständer an der Einmündung Ostendstr. in die Durlacher Allee. Der verhindert nämlich auch, dass dort falsch geparkt wird.
Akuter Auslöser waren jetzt zwei Sachen: schon vor einigen Wochen, als mit Stahlbügeln zumindest in einem kleinen Teil der Erbprinzenstraße das wilde Parken deutlich erschwert haben und zudem noch Möglichkeiten zum Abstellen und Abschließen von Fahrrädern bieten. Jetzt kam am letzten Freitag noch das Aha-Erlebnis als ich mein Rad nicht mehr anlehnen musste, sondern in einem neuen Fahrradständer platzieren konnte. Die rege Nutzung an so einem Markttag zeigte auch, dass hier nicht am Bedarf vorbei agiert wird.
Diese Ladezone ist ganz neu und im Moment weder illegal zugeparkt noch von Paketdiensten genutzt. Gestern hat einer noch die markierte Fläche in der Straßenmitte genutzt. Nur Gewohnheit oder Faulheit ein paar Schritte zu tun. Ich fand es zugegebenermaßen besser als auf dem ebenfalls neuen Radstreifen zu stehen.

Mit diesen Anstößen sind mir noch andere Sachen eingefallen. So wachsen nach meinem Eindruck gerade überall in der Stadt Ladezonen aus dem Boden und damit Möglichkeiten für die Paketdienste ihre Fahrzeuge nicht mehr auf den Radstreifen abzustellen - zumindest so lange die Ladezonen nicht durch faule Falschparker belegt sind. Damit sind gleich die 2 Aufgaben für das Ordnungsamt beschrieben, die dort zu leisten sein werden. Da wird es schon schwierig sein, die Bereiche dauerhaft für die freizuhalten, für die sie gedacht sind. Noch schwerer wird es aber vermutlich, die Gewohnheiten der Fahrer zu brechen und sie dazu zu bringen, vielleicht doch mal nur ein paar Schritte mehr zu gehen.

Die zwei Ladezonen in der Georg-Friedrich-Straße gibt es schon länger. Allerdings sind sie in letzter Zeit - ähnlich wie die gebührenpflichtigen anderen Parkplätze - häufiger leer anzutreffen. Ich führe das immer darauf zurück, dass kürzlich das OA zur Kontrolle da war. Gut so!

Bei der Gelegenheit möchte ich eine kleine Lanze für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes brechen. Ich habe gerade in der Oststadt das Gefühl, dass hier zurzeit sehr regelmäßig und intensiv kontrolliert wird. Immer daran erkennbar (das ist meine Interpretation!), wenn die gebührenpflichtigen Parkplätze plötzlich verblüffend leer und die Ladezonen eben frei sind. Das wird trotz der aktuellen Zusatzbelastungen wegen Corona geleistet. Das ist gut und wichtig so und dafür möchte ich mich auch bedanken!
Die Bügel im Vordergrund stehen auch noch nicht lange und haben hier zu einer deutlichen Verbesserung geführt. Dahinter sieht man die Absperrung und wie sehr es den Fahrer interessiert, dass hier die Durchfahrt verboten ist. Das Schild hatte ich keine 30 Sekunden zuvor wieder aufgestellt. 

Jetzt müsste die Stadt nur noch die Polizei dazu bringen, dafür zu sorgen, dass die Autofahrer nicht mit den erneut erfolgten Öffnungen für den Autoverkehr in der Vorweihnachtszeit, sich nicht auch gleich noch über die verbliebenen Regeln hinweg setzen. So musste ich heute morgen feststellen, dass scheinbar jemand das Durchfahrt Verboten Schild in der Erbprinzenstraße einfach aus der Halterung herausgenommen und auf den Boden gelegt hatte. Da sind die Autofahrer dann ganz schnell so eine kleine Änderung wahrzunehmen und eben durchzufahren. Wenn irgendwo aber Tempo 30 angeordnet wird, muss man das ja auch mal übersehen dürfen.
So sah es vorher aus...

Jedenfalls habe ich das Schild wieder aufgestellt. Die nächsten beiden Autofahrer haben das dann aber bestimmt übersehen und sind keinesfalls mutwillig oder gar aus böser Absicht durchgefahren. Mal schauen, wie lange das Schild jetzt steht.
...immerhin war das Schild noch da und ich konnte es einfach wieder einstecken.

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